Am 16. Juli 2026 besuchten 72 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a, 7b und 7c das Römerkastell Saalburg im Taunus. Begleitet wurden sie von Herrn Czech, Herrn Gierse, Frau Lücke, Frau Peine und Herrn Riepen. Die Fahrt bildete den Höhepunkt der Projektwoche, in der sich die Jahrgangsstufe intensiv mit dem Limes, dem römischen Leben und Militärdienst sowie dem Zusammenleben mit den Germanen und der Geschichte der Saalburg beschäftigt hatte.
Vor Ort nahmen die drei Klassen abwechselnd das Kastell aus verschiedenen Perspektiven unter die Lupe. Während eine Klasse innerhalb der Kastellmauern unter anderem das Fahnenheiligtum und die Waffenkammern bei einer Führung erkundete, nahm die zweite Klasse an einer Vorführung römischer Kleidung und Soldatenausrüstung teil. Für besonders gute Stimmung sorgte dabei, dass die vorgeführten römischen Kleider und Ausrüstungsgegenstände von den Schülerinnen und Schülern selbst anprobiert werden durften.
Die dritte Klasse absolvierte zeitgleich einen Rundgang außerhalb der Mauern und schlüpfte in die Rolle der Fachleute. Hierbei präsentierten sie in Kleingruppen vorbereitete Referate und führten ihre Klassen durch das Gelände. Neben einer Rekonstruktion des Limes und den noch erkennbaren Überresten der römischen Schanzen fielen dabei besonders die imposanten Außenmauern mit ihren großen Ausmaßen und Zinnen ins Auge. Die wilhelminischen Pioniere errichteten die Mauern zwischen 1897 und 1907 eher im Stil einer mittelalterlichen Burg, doch an einer Stelle ist die römische Bauweise mit prachtvollem Putz erkennbar – vermutlich eine absichtliche Gestaltung, um einen besonders massiven und abschreckenden Eindruck auf die einst ansässigen Germanen zu machen. Anschließend wurden die Perspektiven gewechselt.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause in der örtlichen „Taberna" ging es mit vielen neuen Eindrücken zurück nach Warburg. Die abwechslungsreiche Fahrt verknüpfte das in der Projektwoche erarbeitete Wissen mit den vor Ort rekonstruierten Gegebenheiten und ließ Geschichte unmittelbar lebendig werden.
Christopher Gierse


















