Im Rahmen der vom Jugendrotkreuz initiierten Kampagne „Humanitäre Schule“ durften etwa 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF am 05.03.2026 das Planspiel „h.e.l.p“ durchlaufen.
Nachdem Joleen Kupsch und Valentin Motyl (beide Jahrgangsstufe EF) von Fachkräften des Jugendrotkreuzes in einem Wochenendseminar in Münster zu humanitären Scouts ausgebildet wurden, konnten sie im Anschluss die Leitung und Durchführung des Planspiels übernehmen. Unterstützung erhielten sie organisatorisch und inhaltlich durch ihre Philosophielehrerin Christina Stickel-Arentz.
Das „Humanitäre Entwicklungs- und Lernprojekt“ simuliert in Form eines Planspiels einen kriegerischen Konflikt verschiedener Regionen und Länder sowie eine Generalversammlung der Vereinten Nationen, in der dieser Konflikt zu lösen gilt.
Während des Planspiels versetzten sich die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Delegierten der einzelnen Parteien, um so den fiktiven kriegerischen Konflikt mithilfe komplexer diplomatischer Verhandlungen und Konferenzen zu lösen. Dabei wurde ihnen deutlich, dass „es häufig doch mit deutlich mehr Aufwand verbunden ist, einen Konflikt zu lösen, als wir es als Außenstehende wahrnehmen. Oft sitzt man vorm Fernseher oder der Zeitung und fragt sich, warum auch nach so langer Zeit und vielen Verhandlungen immer noch kein Ergebnis gefunden wurde“ (Joleen Kupsch). Gleichzeitig erkannten die Schülerinnen und Schüler, dass „Geld, Macht und Eigeninteresse in solchen Konflikten oftmals eine größere Rolle spielen als der Wille, den Konflikt diplomatisch zu lösen“ (Joleen Kupsch).
Trotz der vorgegebenen bürokratischen Regeln des Planspiels und der teilweise eingeschränkten Informationen, welche die realen Umstände internationaler Konflikte repräsentieren sollten, wurde bis in die letzte Runde diskutiert und immer wieder wurden neue Ideen aufgebracht, um den Konflikt im Sinne von Humanität und Menschlichkeit zu lösen.
Letztlich konnten die Schülerinnen und Schüler trotz, oder gerade wegen der schweren Verhandlungen, für die Themen „Menschlichkeit“, „Diplomatie“ und „Humanität“ sensibilisiert werden.
Christina Stickel-Arentz



