Im Rahmen unseres Sowi-Unterrichts durften wir am 2. Februar 2026 einen besonderen Gast begrüßen: Herr van Beers, der Mitarbeiter der UNIDO (United Nations Industrial Development Organization) ist, gab uns spannende Einblicke in seine Arbeit als Umweltingenieur.
In seinem Vortrag berichtete er von seinen internationalen Einsätzen in verschiedenen Ländern. Im Auftrag der UNIDO reist er in vorher ausgewählten Missionen, um dort beim Aufbau sogenannter „Industrial Parks“ zu unterstützen. Diese Industrieparks sollen die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Länder fördern. Gleichzeitig liegt ein besonderer Fokus darauf, neue Technologien umweltschonend und kostengünstig einzusetzen. Ziel ist es nachhaltige industrielle Strukturen aufzubauen, die sowohl der Wirtschaft als auch der Umwelt zugutekommen.
Anhand eindrucksvoller Bilder verdeutlichte er die Notwendigkeit solcher Projekte. Besonders bewegend war das Beispiel eines stark verschmutzten Flusses in Peru, das zeigte, wie groß die Umweltbelastungen in manchen Regionen sind und wie dringend nachhaltige Lösungen gebraucht werden.
Wir erfuhren außerdem, dass die Umsetzung solcher Projekte sehr komplex sind. Oft dauert es viele Jahre, bis ein Vorhaben vollständig realisiert werden kann, da zahlreiche Fachbereiche zusammenarbeiten müssen – von Ingenieuren über Wirtschaftsexperten bis hin zu politischen Entscheidungsträgern. Überraschend fanden wir, dass ein wichtiger Teil seiner Arbeit darin besteht, Auftraggeber und Verantwortliche vor Ort von seinen Konzepten und Möglichkeiten zu überzeugen. Eine weitere Herausforderung ist die Sprachbarriere. Oft findet der Austausch auf Englisch statt, jedoch sind teilweise auch Dolmetscher notwendig.
Im Anschluss an den Vortrag hatten wir die Gelegenheit viele Fragen zu stellen. Dabei wurde deutlich, wie vielseitig, herausfordernd und gleichzeitig bedeutend seine Arbeit ist.
Der Besuch hat uns nicht nur einen spannenden Einblick in die internationale Entwicklungszusammenarbeit gegeben, sondern auch gezeigt, wie wichtig nachhaltiges wirtschaftliches Handeln für die Zukunft unseres Planeten ist.
Lena Kleinschmidt-Michels und Mia Ritsch (Q1)
